Sardonahütte - Geschichte |
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neuen eigenen Sardonahütten - Homepage (Mai
2010) |
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Die Sardonahütte war die erste Hütte der Sektion St.
Gallen und wurde aus eigenen Mitteln finanziert. Am 7. August 1898
wurde die Hütte offiziell eingeweiht.
Grund und Boden wurden von der Ortsbürgergemeinde Zizers geschenkt,
wobei der damals vergessene Eintrag im Grundbuch Pfäfers zusammen
mit einer nochmals beschlossenen Schenkungsabsicht der Bürgerversammlung
Zizers im Jahre 1985 nachgeholt wurde.
Seit damals lebt die Hütte ihr eigenes Leben, zeitweilig bewartet,
oft auch unbewartet.
Die aus Holz gebaute Hütte stand nie im Bereich von Lawinenzügen.
Ein im Jahr 1928 errichteter seitlicher Schutzwall konnte aber nicht
verhindern, dass sieben Jahre später die Hütte vom Luftdruck
einer Staublawine vollständig verschoben wurde. Sie musste abgebrochen
und unter teilweiser Verwendung des vorhandenen Baumaterials neu aufgebaut
werden. Die damals eingebaute starke Druckstrossverankerung hat bis
heute ähnliche Schäden verhindert. |
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Am 1. September 1935 konnte die wieder neu erstellte Hütte
bei strahlendem Sonnenschein eingeweiht werden. Die Baukosten betrugen
Fr. 10`086.
Die Besucherzahl dieser Hütten war nie gross gewesen. In den ersten
40 Jahren waren es jährlich 240 – 350 Gäste, welche
den 5 stündigen Fussweg von Vättis unter die Füsse nahmen.
Heute sind es 800 –1000 Übernachter, welche von St. Martin
aus in der halben Zeit zur Hütte hochsteigen.
In einer SAC – Hütte gibt es immer etwas zu Bauen. Die Sardonahütte
macht hier keine Ausnahme. So wurde im Jahre 1967 die Hütte erweitert,
umgebaut und modernisiert. Der Gesamtkostenaufwand betrug Fr. 145`000.
Die mehrmals verschobene Einweihungsfeier fand dann schlussendlich
am 1. Oktober 1967 Statt. In den Jahren 1975 – 1978 wurde die
gesamte Hütte in mühsamer, maulwurfmässiger Fronarbeit
unterkellert. Grosse Arbeiten leisteten vor allem der damalige Hüttenwart
Sutter,der Hüttenchef Rechberger und einige wackere Senioren.
Die Arbeiten wurden im September 1978 mit einem denkwürdigen Nachtessen
abgeschlossen. Diverse geladene Gäste von der Gemeindeverwaltung
Pfäfers, der Ortsbürgergemeinde Zizers, der Strassenkorparation
Calfeisental, Vorstand und Fronarbeiter der Sektion St. Gallen stiegen
bei Schneefall am Freitag Abend bei knietiefem Neuschnee über
den wieder entdeckten und neu markierten alten Walserweg bei völliger
Dunkelheit zur Hütte. Es muss geisterhaft ausgesehen haben, das
kleine Grüppchen, jeder mit Taschenlampe und Schirm ausgerüstet.
Dem Anlass entsprechend war es ein fröhliches und unvergessliches
Fest. |
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Im Winter 1998 hat ein Schneerutsch der Hütte arg zugesetzt.
Zusammen mit einem Erweiterungsbau in den Jahren 2000 und 2001 wurde
sie wieder Instand gestellt. Im Erweiterungsbau sind nun die sanitarischen
Anlagen und der Holzvorrat untergebracht. Gleichzeitig wurden verschiedene
Renovationsarbeiten wie Küche, Dach, Fenster, Isolationen, Dachrinnen
und diverse weitere Kleinigkeiten durchgeführt. Das gesamte Hüttenabwasser
wird in einer 3-kammrigen Kleinkläranlage abwassertechnisch und
den heutigen Anforderungen entsprechend behandelt. Dieser Hüttenerweiterungsbau
kostete Fr. 180`780, wobei die Gebäudeversicherung den Lawinenschaden
mit Fr. 20`000 entschädigte und der Schweiz. SAC Fr. 50`000 übernahm.
Die gelungene Einweihungsfeier fand am 8. und 9. September 2001 statt. |
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Das Calfeisental hat sich verändert. Im untern Drittelabschnitt,
wo sich früher ein schmales Schottersträsschen durch den Gigerwald
gewunden hat, zieht sich heute eine verbreiterte und begradigte Teerstrasse
durch den immer noch dichten Gigerwald. Die einst wilden, Schrecken erregenden
Schluchten im mittleren Abschnitt sind versunken im kilometerlangen,
1972 – 1978 errichteten Stausee. Von der oberen Malanseralp aus,
im violett – rötlichen Abendlicht betrachtet, erscheint der
Stausee wie ein verträumter norwegischer Fjord. Das alte Walserdörfchen
St. Martin liegt nicht mehr hoch oben auf einer Felskanzel, sondern nur
noch wenige Meter über dem gefüllten Stausee.
Unverändert ist das hintere Talstück geblieben, melancholisch,
tannenbestanden bis hinunter an die weisschäumende und in der Sonne
glitzernde Tamina. Es ist keine heroische Gebirgslandschaft, dieses alte
Walsertal. Man spürt seinen Frieden und niemand kann sich seiner
Ruhe und Gelassenheit entziehen. |
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Ein ganz wichtiger Meilenstein in dieser Hüttengeschichte
zeichnete sich im Jahr 2002 ab. Der Vorstand der Sektion St. Gallen
befasste sich mit dem Gedanken die Hütte zu verkaufen. Sämtlich
SAC-Sektionen in der näheren und weiteren Umgebung welche noch
keine Hütte besassen wurden angeschrieben und auf einen möglichen
Kauf aufmerksam gemacht.
Der Vorstand der Sektion Zindelspitz prüfte dieses Angebot und
meldete ihr Interesse an. Diverse Gespräche wurden zwischen den
beiden Sektionen geführt und im Januar 2003 konnte man sich für
diese konkreten Verkauf bzw. Kauf entschliessen.
Um den baulichen Zustand der Hütte genauer unter die Lupe zu nehmen
rief der Vorstand eine sogenannte Hüttenkommission ins Leben.
Das Ergebnis dieser Zustandsanalyse war sehr gut und somit empfahl
diese Kommission dem Vorstand der Sektion Zindelspitz den Kauf dieser
Hütte. Um die Finanzierung sicher zu stellen wurden die Sektionsmitglieder,
Banken, Versicherungen, Korporationen sowie benachbarte Gemeinden um
Sponsoringbeiträge oder um zinslose Darlehen angefragt. |
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Die prov. Zusagen waren sehr erfreulich und somit stand in Bezug auf
die Finanzierung nichts mehr im Wege diesen Kauf vorzubereiten.
An der ausserordentlichen Hauptversammlung vom 21. Oktober 2004 der Sektion
St. Gallen, an welcher auch unser Präsident Fredi Romer anwesend
war, wurde dem Verkauf der Sardonahütte einstimmig zugestimmt. Die
beiden Sektionspräsidenten waren über dieses Ergebnis hoch
erfreut und lobten die ehrliche Zusammenarbeit bei den Vorbereitungsarbeiten. |
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Somit konnte dieses Geschäft auch anlässlich der bevorstehenden
Generalversammlung der Sektion Zindelspitz vorgebracht werden.
Am 13. November 2004 fand im Saal des Rest. Sternen in Pfäffikon
die denkwürdige Generalversammlung der Sektion Zindelspitz statt.
Mit einigen kritischen Voten wurde vom Kauf abgeraten; aber es waren
auch viele befürwortende Worte zu vernehmen. Mit nur wenigen Gegenstimmen
wurde dann aber dieses Geschäft gutgeheissen. |
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Der Kaufvertrag wurde am 14. Dezember 2004 mit Besitzesantritt
per 1. Januar 2005 grundbuchamtlich besiegelt. Gleichzeitig wurde der
neue Hüttenwartvertrag mit dem bisherigen Hüttenehepaar Helene
und Beat Jäger- Hobi, unterzeichnet.
Die Sektionsmitglieder, eine Delegation der Sektion St. Gallen, Sponsoren,
Gönner, Gemeindevertreter sowie benachbarte Sektionen wurden auf
den 26. Juni 2005 zur offiziellen Hüttenübernahme eingeladen.
An diesem wunderschönen Sommertag wurden die Gäste per
Bus ab Buttikon und Ziegelbrücke ins Calfeisental gefahren. Gegen
160 Personen folgten der Einladung und wurden mit Speis und Trank,
begleitet mit Alphornklängen, verwöhnt.
Einen herzlichen Dank gebührt an dieser Stelle allen Sponsoren
welche zusätzlich zum Gelingen dieses Anlasses beigetragen haben.
Mit dieser Feier wurde der Generalversammlungsbeschluss „Kauf
der Sardonahütte“ nochmals feierlich bestätigt und
als richtig befunden.
Lachen, im August 2005
Josef Schwiter |
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| Ansicht West |
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| Hüttenansicht - Rückseite |
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| Panorama von der Hütte. |
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| Der helle und gemütliche Essraum |
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| Die Hüttenwartin in der
Küche |
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| 2 Schlafräume mit Massenlager |
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