| Skitourenwoche
Valle Maira
vom
13. - 20. März 2010 - |
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| Teilnehmer: Trudi
Kälin,
Benno Kälin,
Sepp Häni,
Koni Föllmi,
Christoph Steiger
Tourenleiter: Cornelia Müller, Martin Nauer |
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| Um 12.00 Uhr Treffpunkt beim Bahnhof Pfäffikon, Abfahrt mit 2 PW's via
Sattel, Gotthard, Chiasso, Turin ins Valle Maira. Kurz nach Ankunft und Zimmerbezug
in der Pension Ceaglio ( www.ceaglio-vallemaira.it )
erwartete uns bereits ein sechsgängiges Abendessen della tradizione piemontese. |
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| Frühstück um 08.00, Abfahrt mit PW's nach
Tolosano. Um 09.00 Uhr Abmarsch bei strahlend blauem Himmel über
verlassene Alpweiden und vorbei an verfallenen Rustici Richtung
Punto Tempesta, dem ersten Gipfel unserer Italientour. Erste
Pulverschneeabfahrt und Wiederaufstieg zum Monte Tibert, wo ein lockendes Gipfelkreuz
steht.
Für einen jungfräulichen Pulverschneehang geben wir circa 300 HM auf
und ziehen hernach zum dritten Mal die Felle auf, mit dem Ziel Punto Sibolet.
Erneut sagenhafte Pulverschneeverhältnisse , anfangs oben im offenen Gelände,
aber auch zwischen den Bäumen bis weit ins Tal runter. Ach ja, das Mittagessen,
von der Tourenleitung kurzerhand verschoben, wurde alsdann erst gegen 16.00 Uhr,
dafür in flüssiger Form zu sich genommen. |
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Frühstück um 07.00 Uhr, Abfahrt mit PW's nach Preit. Um 08.00 Uhr
Abmarsch bei leichter Bewölkung mit Ziel Bric Bocasso. Fortschreitende
Aufhellungen und nach zwei Stunden wieder blauer Himmel und Sonnenschein. Zwischenzeitlich
halten wir vorsichtshalber ein paar Meter Sicherheitsabstand und erreichen dann
nach ca. 3 ¼ Stunden über einen kleinen Grat mit gutem Trittschnee
den ersten Gipfel. Nach einer erneut traumhaften Pulverschneeabfahrt geniessen
wir die verdiente Mittagsrast in der warmen Sonne. Frisch gestärkt und
ausgeruht nehmen wir das zweite Tagesziel, die Rocca delle Sommette in Angriff.
Ueber eine herrlich weisse Südflanke gelangen wir durch ein kurzes Couloir
auf den langgezogenen Gipfelgrat. Die doch schon recht starke Frühjahrssonne
beschert uns zwar eine nur kurze Gipfelrast, dafür eine attraktive Sulzschneeabfahrt,
welche erst im untersten Teil etwas schwer wurde. Die dabei verbrauchte Energie
wurde flugs im schmucken Gewölbekeller eines lokalen Ristorante wieder
aufgetankt.
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Erneut Frühstück um 07.00 Uhr und Abfahrt mit
PW, ca. 30 Minuten nach Chiappera. Heute stand mit dem Monte
Chersogno der einzige 3000er unserer Woche auf dem Programm.
Anfänglich dem Sommerweg entlang gewannen wir rasch
an Höhe. Nach einer schier endlosen Schräghangtraverse
durchliefen wir eine geräumige Geländekammer, in
welcher sich Fuchs und Gemse gute Nacht wünschen. Eine
grosszügig abgeblasene Krete zwang uns, die Skier zwischenzeitlich
kurz abzuschnallen und zu tragen. Dabei hätte der erfahrene
Tourengänger bereits da erahnen können, welche
Windstärken uns beim Schlussaufstieg noch erwarten würden,
aber eben…
Schlussendlich erreichten wir nach 4 ½ Stunden den 3023
Meter hohen Monte Chersogno. Eine gewaltige Panoramasicht,von
der Poebene bis in die Französichen Alpen präsentierte
sich uns. Einzig die Sicht nach Slovenien wollte sich unseren
Experten nicht so recht erschliessen (ist das nun in diese
Richtung oder in jene, oder vielleicht doch eher…). Die Abfahrt
ist schnell erzählt: oben Pulver, unten Sulz, Bedingungen
abermals top, es wird langsam langweilig! |
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| Die heutige Tour führte
uns auf den Monte Freide, via Colle di Rui. Ueberdies mussten
wir unsere lieb gewonnene Unterkunft in Vernetti verlassen,
um abends wie vorgesehen neu im Hotel Londra in Accelio Quartier
zu beziehen. Somit packten wir nach dem Frühstück
(erneut um 07.00 Uhr) das gesamte Gepäck in die zwei
PW's und machten uns auf den Weg nach Chiappera, zuhinterst
im Valle Maira. Von dort gings los. Um einen simpel „la rocca“ genannten
markanten Felspfeiler, welcher trutzig am am Ende desTales
thront, gewannen wir wieder rasch an Höhe. Während
Sepp und Christoph den direkten Aufstieg zum Colle di Rui
nicht scheuten, nahmen die restlichen fünf unter der
Leitung von Cornelia für eine kurze Zusatzabfahrt eine
Zusatzschlaufe in Kauf. Vom Colle di Rui gings dann wieder
entlang einem durch scharfen Wind bizarr-schön geformten
Kamm Richtung Schlussaufstieg. Mit zwischenzeitlich aufgeschnallten
Skis erreichten wir um halb zwei den Monte Freide, von wo
aus wir die grossartige Aussicht geniessen. Die Gipfelabfahrt
hat es dann nochmals in sich, führt sie doch mehr oder
weniger in Falllinie runter direkt nach Australien…
So erreichen wir gegen 3 Uhr Nachmittags wieder unseren
Ausgangsort Chiappera und sind glücklich und leise auch
etwas stolz, diese Abfahrt erfolgreich gemeistert zu haben.
Ich glaube, nur echte Siebesieche wie wir es sind packen
sowas…
Für mich ging mit dieser Abfahrt auch gleichzeitig die
Valle-Maira-Tourenwoche zu Ende. Mit
bleibenden Erinnerungen an eine beeindruckende und noch weitgehend
unbekannte Skitourengegend
trat ich am Mittwochabend die Heimreise an. Ein herzliches
Dankeschön an den
SAC Zindelspitz für Organisation und Gastrecht – gerne
wieder, wenn es sich ergibt. |
| Christoph Steiger |
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| Mit PWs zum gleichen Startplatz wie am Vortag; genau
gesagt, vor dem Campingplatz hinter
der Brücke bei Ponte Soubeyran. Dann auf der MTB-Strasse
gemütlich das Valle del Maurin
hinauf und noch ein Stück weiter dem romantischen Flusslauf
entlang. Nach dem ausgestorbenen
Weiler „Grangia Turrè“ ging’s dann
jäh aufwärts zum „Colle della Val Fissella“ auf
2872m, bei dessen letzten anstrengenden Höhenmetern Trudi
als Vorspurerin ihre Kräfte
spielen liess. Empor blickend konnte man insgeheim nur denken: „Schön
wär’s, schon dort
oben zu sein“. Kaum zu glauben, schon nach einer halben
Stunde war die letzte Hürde genommen.
Alle standen glücklich und stolz auf dem Gipfel, dem 2.
Dreitausender, wenn man
bei der Höhengenauigkeit ein Auge zudrückt.
Für die Abfahrt wählten wir nach dem Colle die etwas
nördlich exponierten Hänge, die den
Pulverschnee für uns etwas länger konservierten.
Die Latten laufen lassen war angesagt
das Tal hinaus, auf der MTB-Strecke; die noch kühlen Temperaturen
ermöglichten rassig-schüttelndes Strassenfahren mit
Gratis- Oberschenkelmassage.
Auf der Heimfahrt hielten wir noch
Einkehr im Albergo Mistral in Saretto, wo wir Durst und
Hunger stillten und wo Bergtouristen offenbar auch gute Unterkunft
finden. Dann gings weiter
nach Acceglio, wo wir die abendlichen Annehmlichkeiten im
Hotels Londra genossen. |
| Koni Föllmi |
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| Dieser Morgen unterscheidet
sich gewaltig von den Vorhergehenden. Wolkenverhangen und
viel wärmer als bisher zeigt sich das Valle Maira in einem
tristen Kleid. Trotzdem frühstücken
wir um 7’00 Uhr und entscheiden uns für eine einfachere
und sichere Tour. Mit den Autos
fahren wir nach Cucchiales. Dem Wetter entsprechend kommt noch
keine richtige Stimmung
auf, als wir die Skier anschnallten. Die Sechserkolonne bewegt
sich mit raschen Schritten im
lichten Wald bergwärts durch den Nebel. Wie wenn wir’s
nicht anders verdient hätten, reisst die
Nebeldecke über der Waldgrenze auf. Einmal mehr erfreuen
unsere Augen strahlend blauer
Himmel und endlose Firnhänge und lassen den Puls und das
Tempo noch etwas ansteigen,
denn man weiss ja nie, wie lange es so bleibt....!
Auf dem Monte Nebin angekommen geniessen wir ein letztes
Mal die fantastische Aussicht
auf die vielen Gipfel des Piemonts und die angrenzenden Gebiete.
Benno und Koni haben noch nicht die richtige Betriebstemperatur,
nach einem kurzen Gipfelhalt
reissen sie die Felle runter und schwingen mit lauten Jutzern
die Firnhänge hinunter
um nochmals ein paar Höhenmeter anzuhängen. Den Nebelgipfel
Bassa di Rasis nehmen
wir beim „Vorbeigehen“ noch mit auf den Heimweg.
Der Zeitpunkt für die Abfahrt drängt, die
Temperatur steigt schnell an. Den perfekt verfirnten Gipfelhang
hinunter bis zur Nebelgrenze
erwischen wir gerade noch rechtzeitig, um unsere letzten Schwünge
auszukosten. Nun ist es
vorbei mit lockeren Sprüchen. Der Nebel und der tiefe
Nassschnee erfordern GPS und Disziplin.
Unten in der Waldregion wird die Sicht wieder besser. Auf der
Rückfahrt nach Acceglio
genehmigen wir uns schnell ein Bier. Da sich der Nebel im hinteren
Teil des Tales aufgelöst
hat, fällt uns der Entscheid nicht sonderlich schwer,
auch diesen Nachmittag im „La Pauso“ (kein
Schreibfehler) zu verbringen. Sonne, Vino Rosso, Antipasta,
Formaggio und Sardellen
tragen das Ihre zu unserem Wohlbefinden bei.
Heute abend schliessen wir unsere Tourenwoche in Chialvetta
mit einem piemontesischen
Festschmaus ab. |
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Dieser Tag ist schnell beschrieben:
Da es regnet, fällt uns die Abreise nicht sonderlich
schwer.
Angesichts der erlebten Hammer-Woche, wollen wir uns diese
nicht mit einer Regentour
vermiesen. 7’00 Uhr Frühstück, 8’00 Uhr
Abfahrt, 16’00 Ankunft in Pfäffikon.
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| Durch die vielen privaten Touren,
welche Cornelia und Martin in diesem Gebiet schon unternommen
haben, durften wir von ihren Erfahrungen und Ortskenntnissen
sehr viel profitieren.
Da wir bereits anfangs Woche die geplanten „Rosinen“ gepflückt
hatten, war es für sie nicht
einfach, nochmals einen draufzusetzen. Aber sie taten dies,
jeden Tag auf’s Neue. Die angetroffenen
Superverhältnissen trugen das ihre bei, Ziele auszuwählen,
welche nicht immer
durchführbar sind.
Im Namen aller Tourenteilnehmer bedanke ich mich herzlich bei
Cornelia und Martin für die
perfekt organisierte Tourenwoche in einem für uns neuen
Gebiet, welches an Attraktivität
kaum überboten werden kann. |
| Sepp Häni |
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