Skitourentage «Surprise» Ardez
vom
10.-13. Januar 2008 |
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| Teilnehmer: Ramensperger Manuela,
Schnyder Hermann,
Winteler Stefan,
Stählin Hubi,
Hegner Simone,
Nauer Martin
Leiter:
Müller Cornelia,
Hermann Reto |
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| Durchgeführte Touren im Überblick |
- Donnerstag, 10. Januar: Vorgipfel Piz Cotschen (2973 m ü. M.)
- Freitag, 11. Januar: Piz Arina (2828 m ü. M.)
- Samstag, 12. Januar: Badeplausch in Scuol
- Sonntag, 13. Januar: Vilan (2376 m ü.
M.)
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| Nach der Autofahrt von zu Hause nach Ardez liegt sogar
noch ein gemütliches Café in unserem Hotel drin,
da wir dank guten Strassen- und Verkehrsverhältnissen
einen Verladezug früher als erwartet erwischt haben. Nach
dem gemütlichen Znüni oder Zmorge in unserem Hotel
Aurora machen wir uns dann zu Fuss durchs Dorf auf zur ersten
Skitour auf den Piz Cotschen.
Bei wunderbarem Wetter fallen diese 1550 Höhenmeter auch
gar nicht so schwer. Wir geniessen beim Aufstieg die wärmende
Sonne, das schöne Panorama und die menschenleere, stille
Umgebung. Nach gut dreieinhalb Stunden erreichen wir den Vorgipfel
des Piz Cotschen. Da die Lawinengefahr eine Besteigung des
Hauptgipfels nicht zulässt, beenden wir auf diesem Vorgipfel
unseren Aufstieg. Nach einer erneuten gemütlichen Pause
auf dem Gipfel machen wir uns an die Abfahrt bei ganz passablen
Schneeverhältnissen. Da Ardez bereits im Schatten liegt,
legen wir bei der Alp Murtera Dadaint noch einmal einen Zwischenstopp
an der Sonne ein, bevor wir dann zum Dorf hinunterfahren.
Zurück im Hotel geniessen wir die warme Dusche und freuen
uns auf den feinen Znacht, der uns dann tatsächlich von
der Qualität her nicht enttäuscht. Die Quantität
ist jedoch für einen "Nach-der-Skitour-Znacht" eher knapp,
dank dem feinen Dessert dürfen wir uns aber trotzdem satt
ins Bett verziehen. |
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| Diejenigen, die am Donnerstagabend beim Znacht zu wenig
zuschlagen durften, können dies nun spätestens beim
reichhaltigen Frühstücksbuffet kompensieren, welches
wirklich fast keine Wünsche offen lässt. Nach dem
ausgiebigen Zmörgelen machen wir uns dann via Auto unterwegs
nach Vna. Von dort aus starten wir unseren Aufstieg auf den
Piz Ariana.
Die Wetterverhältnisse sind nicht ganz so perfekt wie
am Donnerstag. Sonne und Bewölkung wechseln sich ab. Die
Sicht bleibt jedoch bis fast ganz zum Gipfel ausreichend, so
dass wir diesen dann nach 1200 Höhenmeter zufrieden erreichen.
Mit einer gemütlichen Gipfelrast wird allerdings heute
nichts, dazu sorgen die Bewölkung zusammen mit dem Wind
für zu tiefe Temperaturen. Daher heisst es Jacke an, Felle
weg und ab ins Tal. Die obersten paar Höhenmeter sind
aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse nicht gerade
ein Vergnügen. Der Rest der Abfahrt entschädigt uns
aber dann wieder (zumindest bis auf die Höhe von Vna).
Wir beschliessen dann bis ganz ins Tal nach Ramosch zu fahren,
was uns noch ein paar schöne Schwünge, zum Schluss
hin aber auch ein frühlingshaftes Grasbort-Rutschen beschert.
Im einzigen geöffneten Restaurant in Ramosch warten wir
dann auf den Postautokurs nach Vna, mit dem unsere zwei Chauffeure
unsere Autos zurückholen.
Da Manuela heute um sieben Uhr noch zu uns stossen wird, gilt
es mit dem Znacht etwas länger zu warten, was aufgrund eines
gesunden Nach-der-Tour-Appetits ein eher schwieriges Unterfangen
wird. Zudem wird Manu dann auch noch von einem länger andauernden
Telefonat geplagt, als sie endlich im Hotel ist. Schliesslich
kommen wir dann um halb acht doch noch zum verdienten Abendessen,
welches heute weder bezüglich Qualität, noch Quantität
irgendwelche Wünsche übrig lässt. Straussensteak
oder Wok-Gemüse auf Wildreis sind da Hauptgang-Stichworte.
Und spätestens beim Dessert (Palatschinken mit Quark und
heissen Heidelbeeren) wird uns klar, dass Koch und Wirtin aus
unserem östlichen Nachbarstaat stammen... Satt und zufrieden
kugeln wir dann nach spannenden Diskussionen, beispielsweise über
die unterschiedlichen CO2-Ausstosse von Frau und Mann, zu unseren
Zimmern hinauf. |
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| Der Blick aus dem Fenster verheisst heute eher ein Bad
in Scuol als eine stiebende Skitour. Aber zuerst steht natürlich
auch wieder das feine Frühstücksbuffet an, schliesslich
haben wir alle einmal gelernt, dass man mit leerem Magen ja
nicht ins Wasser darf (mit ganz vollem allerdings auch nicht...).
Wir beschliessen, gleich nach dem Frühstück nach
Scuol zum Baden und Wellnessen zu fahren.
Nach drei Stunden mit Sprudeln, Plantschen, Saunieren und Abkühlen
schlendern wir noch etwas durch Scuol und genehmigen uns trotz
Frühstücksbuffet und feinen Abendessen-Aussichten noch
einen Besuch in einer Pizzeria. Die starken Schneefälle
auf dem Heimweg und am Abend bestätigen uns in unserem Wellnessprogramm
für den Samstag. Einzig und allein das feine Abendessen
haben wir uns heute wohl nicht so verdient... Aber schliesslich
brauchen wir genügend Power für die Skitour vom Sonntag. |
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| Schon am Samstagabend wurde beim wiederum sehr feinen
Abendessen (als Höhepunkt ist das weisse Schoggimousse
mit Chilli zu erwähnen) beschlossen, dass wir als Abschluss
der Skitouren Surprise noch den Vilan im Prättigau besteigen
werden. Im Unterengadin war mit einer späteren Wetterbesserung
als im Prättigau zu rechnen, zudem wäre im Unterengadin
auch das Repertoir an begehbaren Touren sehr beschränkt
gewesen.
Ein letztes Mal genossen wir das reichhaltige Frühstücksbuffet.
Anschliessend ging's dann via Verainatunnel ab in den Norden.
Die Wetterverhältnisse machten dort bereits jetzt einen
besseren Eindruck als noch im Unterengadin. In Seewis angekommen
montierten wir topmotiviert unsere Felle und machten uns startklar
für den Aufstieg. Aufgrund der für dieses Gebiet
vorhergesagten Lawinengefahrenstufe "erheblich" entschieden
wir uns für den sicheren Aufstieg über Wurzaneina
und Sadreinegg. Im unteren Teil brachten uns die ziemlich hohen
Temperaturen rasch ins Schwitzen. Schon bald wurden wir mit
strahlendem Sonnenschein über der Hochnebelobergrenze
für unsere Anstrengungen entschädigt. Die sonnige
Wärme blieb uns allerdings nur sehr kurze Zeit erhalten,
ab der Mitte des Gipfelgrates wurden wir nämlich vom altbekannten "Villan-Gipfelwind" empfangen.
Ich hatte auf dem Grat noch von einer gemütlichen Gipfelrast
mit viel Sonne und Wärme geträumt, und leider diesen
Traum wohl etwas zu deutlich ausgesprochen. Schlussendlich
war unser Aufenthalt auf dem zugigen Gipfel dann aber von sehr
kurzer Dauer.
Die Abfahrt erfolgte dann mehr oder weniger entlang der Aufstiegsroute.
Der stiebende Pulverschnee, das schöne Wetter sowie die
zahlreichen schönen Hänge entlockten dem einen oder
anderen Tourenteilnehmer einen Jauchzer. Im untersten Abfahrtsabschnitt
konnten wir dann dank dem nachlassenden Wind endlich unsere wohlverdiente
Gipfelrast nachholen. Nach der Abfahrt über die Skipiste
von Seewis höckelten wir uns noch auf die Sonnenterrasse
des Skilift-Beizlis und löschten unseren Durst, ein schöner
Ausklang für die vier schönen Tage der diesjährigen
Skitouren Surprise.
Simone Hegner |
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