|
|
 |
|
 |
|
Hochtourenwoche Ortler
vom
18. - 24. Juli 2010 |
| |
| Teilnehmer:
Cornel Bernet, Koni Brändli, Othmar Eberhard, Christin
Fierz, Claudia Kägi, Marcel Krauer, Hermann Schnyder, Irma Schnyder, Ingrid
Steiner, Veronika Sutter-Gmür, Ruedi Zimmermann
Leiter:
Gustav Schnyder |
| |
|
| |
 |
- Abfahrt ab BHF Lachen (3 Autos à 4 Personen)
- Mittagessen
ausserhalb Livigno
- Fahrt via Bormio, San Catherina nach
San Nicolo /Rifugio Campo (Val Zebru)
- anschl. per Jeep
bis PP Baita Pastore
- Marsch zum Rifugio Quinto V° alpini-Bertarelli
|
 |
Bereits auf der Anreise wurden wir von der italienischen
Gastfreundschaft
äusserst positiv überrascht. Der effiziente, rasche Service beim
Mittagessen war super, wir genossen die verschiedenen Gerichte sehr.
Nach einer abenteuerlichen Jeep-Fahrt bis zur Baita Pastore
nahmen wir den ca. zweistündigen Aufstieg zum Rifugio
Quinto V° alpini-Bertarelli unter die Füsse. Als wär
er extra für uns 'Modell gestanden‘, begrüsste uns
ein grosser, ehrwürdiger Steinbock à kaum ein Steinwurf‘ vom
Bergweg entfernt liess er sich nicht aus der Ruhe bringen.
Im Quinto alpini wartete ein schönes, sauberes 13-er Zimmer
auf uns, inkl. zwei Bäder – toll! Das Nachtessen war fein,
hungrig wie wir waren, liessen wir es uns mit einem Glas Wein
schmecken. Ingrid bewies sich gleich von Beginn weg als Hüterin
der Nachtruhe – auch das feinste Schnarchen wurde bereits im
Keim erstickt. |
Seitenanfang |
 |
- 03.45 Uhr Tagwache
- 04.30 Uhr Abmarsch Richtung Monte Zebru,
3735 m
- ca. 14.00 Uhr retour im Quinto alpini
|
 |
Wir starteten unseren ersten Tourentag bei perfektem Bergwetter.
Der Aufstieg bis zur Alp unterhalb des Zebrus verlief problemlos,
ausser ein paar Steigeisen-Herausforderungen, welche mit Kabelbindern
behoben wurden und Cornels Sackmesser ‚Gletscher-Rutschete‘.
Nach dem Erklimmen eines schwierigen Eis-/Schneehangs war der
Gipfel des Zebrus in Sichtweite, doch machte uns das sehr anspruchsvolle
Terrain einen Strich durch die Aufstiegs-Rechnung, der Entscheid
umzukehren war richtig.
Für den heiklen Abstieg installierten Marcel, Hermann
und Koni eine Fixseilinstallation – so dass alle ohne grössere
Probleme absteigen konnten. Auf dem Heimweg erinnerte sich
Koni genau, wo das verlorene Sackmesser zum Stillstand gekommen
war – und tatsächlich, wir hatten's wieder.
Zurück
in der V° alpini nahmen sich bei schönstem
Sonnenschein Männer und Frauen gleichermassen engagiert
den verschiedenen Seilknoten an – Erfolgserlebnisse gab's auch
hier. Um 18.45 Uhr war das HV angesagt; wir staunten nicht schlecht – Gusti
im Liegestuhl vor uns und wir elf auf den beiden Bänkli
eng zusammen gerückt: Ein erster erlebnisreicher Tag wurde ‚Revue
passiert‘. Dennoch fiel der Entscheid, aufgrund mangelnder technischer
Herausforderungen den Wechsel ins Rifugio Pizzini um einen Tag
vorzuziehen. |
Seitenanfang |
 |
- 07.00 Uhr Tagwache, das bedeutete Ausschlafen…
- 07.45 Uhr
Abmarsch Richtung Pass Zebru, 3001 m
- ca. 12.30 Uhr Ankunft
im Rifugio Pizzini
|
 |
Mit Sack und Pack stiegen wir zum Pass Zebru auf und anschliessend
wieder ab bis zur Pizzini-Alphütte. Wir begegneten mutigen
Bikern, genossen unter kundiger Anleitung von Vroni (hier kommt
die Übersetzung: Leontopodium alpinum) die wunderschöne
Flora und waren sehr positiv überrascht über das
beinahe liebliche, grüne Tal Valle di Cedec.
Zimmer beziehen, evtl. Mittagessen und nachmittags Aufstieg
zum Rifugio Casati 3‘269 m resp. zur Cima di Sorda, 3‘376 m
waren weiter angesagt. Beim Abstieg testeten mutige Badenixen
erfolgreich die Bergseen!
Das Abendessen war ein Hit: Penne mit Oliven oder Minestrone
= Vorspeise, Schnitzel, Erbsli, Rosmarinkartoffeln und Salat
= Hauptgang und zum Dessert Apfelcreme à was mehr könnte
Glück in den Bergen sein als dieser Tag? |
Seitenanfang |
 |
- 04.45 Uhr Tagwache
- 05.50 Uhr Abmarsch Richtung Monte Cevedale
3‘769 m
- ca. 13.30 Uhr retour im Rifugio Pizzini
|
 |
In ca. 1½ Std. erreichten wir die Casati Hütte, montieren Gstältli
und Steigeisen à herrlicher Aufstieg über den Gletscher bis zum
Top (4 Std.). Das Wetter zeigte sich von seiner prächtigen Seite, die Aussicht
auf dem Gipfel war bilderbuchhaft. Erste Runde des Gipfel-Flachmanns!
Auf dem Rückweg machten wir in der Casati-Hütte
halt und stiegen anschliessend bei aufkommenden Nebelschwaden
die verbleibenden 570 Höhenmeter zügig ab. Den Nachmittag
verbrachte unsere coole Gruppe entweder mit Schlafen, Wäsche
waschen, Jassen, Töggelen oder anderen Spielen.
Eine Viertelstunde vor dem Znacht, das HV: in der Pizzinihütte
gehörte – mangels Liegestuhl – das Sofa Gusti, wir reihten
uns ‚militärisch‘ im Halbkreis auf.
Znacht: sehr feine Ravioli zu Beginn, der Hauptgang bestand aus
panierten Schnitzeln, Kartoffeln mit Zwiebeln und einer Schüssel
frischem, gemischtem Salat. Zum Dessert genossen wir Aprikosen
und Nektarinen – wieder ein richtiger Schmaus. |
Seitenanfang |
 |
- 04.45 Uhr Tagwache
- 05.50 Uhr Abmarsch Richtung Monte Pasquale
3553 m
- ca. 13.30 Uhr retour im Rifugio Pizzini
|
 |
Aufstieg über ‚gewellten‘ Gletscher mit anspruchsvoller Eiskletterei inkl.
Eisschrauben u.ä. Der Gipfel wurde wiederum, nach perfekt eingeteilten
Abschnitten, in ca. 4 Stunden erreicht. Bald kamen Nebelschwaden auf und die
Rundsicht doch sehr eingeschränkt. Der Gipfel-Flachmann machte ein verdientes
zweites Mal die Runde.
Nach dem Abstieg nahmen drei Damen nochmals ein Bad in der ‚SAC-Badi-Pizzini‘ à sehr,
sehr mutig à Kompliment an Ingrid, Claudia und Vroni.
HV: ‚Kaiser Gustavo‘ geniesst den Ottoman, verteilt seinem
Bergsteiger-Völklein Komplimente betreffend vergangener
Tag sowie die Instruktionen für den nächsten, Freitag – der
Letzte…
Wiederum sehr fein zubereitetes Essen und Service-Mitarbeitende,
die beim einen oder anderen Gast Eindruck hinterliessen…!
|
Seitenanfang |
 |
- 07.00 Uhr Tagwache – ausschlafen…
- 08.00 Uhr Abmarsch Richtung
Cime dei Forni ca. 3‘420 m
- ca. 13.30 Uhr retour im Rifugio
Pizzini
|
 |
Der Gusti hatte den Wettergott gold-richtig eingeschätzt,
wir kamen ‚trocken Fusses‘ zurück. In der zweiten Hälfte
des Aufstiegs waren leichte Klettereien angesagt, wir erreichten
den Gipfel nach ca. 3 Std. und schreckten beim Abstieg – leider
- ein Schneehuhn auf. Das Gewitter wartete unsere Rückkehr
ab und legte anschliessend mit voller Kraft los.
HV um 18.15 Uhr bei REI GUSTAVO: ‚Abschieds-Apéro‘,
die eine oder andere Episode der vergangenen Tage wurde nochmals
diskutiert. Kam da etwas ‚verhaltene Wehmut‘ auf?
Das letztes Nachtessen in der Pizzini war wiederum liebevoll
und gekonnt zubereitet, mit feinem Wein und ‚Haus-Gebranntem‘ wurde's
fast zum Festmahl. Sicherlich dachte der Eine oder Andere,
eigentlich ist die Woche viel zu rasch vergangenen. Wir hatten
uns zu einem interessanten, gut funktionierenden und von gegenseitiger
Wertschätzung
geprägten Team zusammengerauft. |
Seitenanfang |
 |
| Diese Woche hat gezeigt, wie anspruchsvoll die Einstufung
von Hochtouren geworden ist. Aufgrund klimatischer Veränderungen
werden wohl leichte Hochtouren immer schwieriger ausfindig
zu machen resp. zu organisieren sein.
Wir jedoch genossen eine wunderschöne Hochtourenwoche, dank
Gusti unserem REI und tollen Teilnehmenden. |
| |
| Cornel und Christin |
| |
|
| |
Seitenanfang |
| |
| |
| |
|
|
| |
 |
|
 |