Hochtourenwoche Coazgebiet
vom
6.-11. August 2006 |
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| Teilnehmer:
Eberhard Othmar, Föhn Max, Market Sonja, Meile Köbi, Pfund Nadja, Pulver Jürg
Leiter:
Schnyder Gustav |
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Gut gelaunt, trotz Regenwetter, fahren wir sechs „Zindelspitzler“ mit
Tourenleiter Gusti im Zug über Chur nach Pontresina. Nach einem
feinen Mittagessen wohl gesättigt
und nun stark genug
um unseren schweren Rucksack zu schultern, laufen wir zum Pferdeparkplatz.
Juhuuuu,
eine Rösslifahrt durch das Val Roseg, zum Ausgangspunkt Hotel Roseg,
wo der Aufstieg zur
Coaz Hütte beginnt. Das Wetter macht sich gut, es ist trocken bei
angenehmer Temperatur.
Schön, so den Hüttenanstieg zu bewältigen. Nach ca. Std.
erreichen wir um 7: 0 Uhr die
halbrunde Coaz SAC Hütte auf 2610 m.ü.M.
Lager beziehen - Nachtessen-Tourenbesprechung.
Da die Wetterlage nicht so gut scheint,
wird Gusti am Morgen entscheiden, welchen Gipfel wir in Angriff nehmen.
Er bestimmt Max
als zweiten Seilführer. Bald schon begeben wir uns ins Zimmer, welches
voll belegt ist. Es
wird eine heisse Nacht und das Fenster bleibt offen.
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Tagwache um 06:00 Uhr- Wetter neblig- Ziel wäre Il Chapütschin,
aber Gusti entscheidet sich
wegen der zweifelhaften Wetterlage beim Frühstück den Aufstieg
zum 3197 m.ü.M. hohen
Piz dal Lej Alv in Angriff zu nehmen.
Sämtliche Teilnehmer begrüssen diese Tourenänderung und
los geht’s!
Auf der Fuorcla Fex mit 3068 m Höhe weht uns ein eisiger Wind ins
Gesicht. Die Sicht wird
immer schlechter. Kurze Besprechung - entschieden! Wir steigen Richtung
Coaz Hütte ab. Auf
dem Weg angekommen, ist uns doch schon wieder wärmer. Zum Hüttenleben
ist es einigen „SACler“ aber doch zu früh und was ein
rechter „Zindelspitzler“ ist
der braucht schliesslich
Bewegung. So nimmt die muntere Truppe den Höhenweg Richtung Fuorcla
Surlej unter die
Füsse, begleitet von den Warnpfiffen der Murmeltier „Securitas“.
Nach ca. 1:45 Std. kommen
wir bei der Hütte Fuorcla Surlej auf 2755 m.ü.M. an.
Rasten - aus dem Rucksack Proviant essen. Es wird immer kühler. Keine
Sonne, die uns
wärmt. So ! In die Hütte: Heissen Kaffee und Tee. Oooh, wie gut
das tut. Noch einen Blick
zum Corvatsch und Abmarsch zurück auf demselben Weg, wo erst noch
vor kurzem eine
Schlammlawine herunter kam.
Bald gibt’s Nachtessen-Tourenbesprechung: Das Wetter scheint eher
freundlicher zu werden,
so entscheidet sich Gusti für den Il Chapütschin als morgiges
Tagesziel. Mit der Hoffnung
auf mildes Wetter begeben wir uns ins Nachtlager. Alle sind gut eingelaufen,
wir wollen den
Gipfel erklimmen.
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Tagwache um 06:00 Uhr, Blick nach draussen - Frühstücken.
Nun freuen sich alle auf den
ersten Gipfel. Der Wettergott meint es gut mit uns. 07:00 Uhr, wir sind
bereit zum losmarschieren.
Mit leichtem Tagesrucksack - topmotiviert heisst es: Berg nimm Dich in
Acht. „Jawolll
Ja. Wir kommen!!!“
Vor dem Gletscher bilden wir eine er und
4er Seilschaft. Gusti und Max führen uns
sicher über den Vadret Del Chapütschin.
Schon befinden wir uns im Aufstieg über
Fels und Stein, immer höher unserem Ziel
entgegen. Juchzzz! Alle sind oben auf dem
3368 m.ü.M. hohen Il Chapütschin. Juhuuu,
der . Gipfel wäre geschafft, es darf gratuliert
werden. Den Augenblick geniessen.
Wundervoll ,das Panorama ! Nach kurzer
Rast begibt die Zindelspitztruppe sich an
den Abstieg. Glücklich und Heil sind wir um
die Mittagszeit bei der Chamanna Coaz.
Ausser unsere Nadja: Sie beschloss nochmals
den Weg Richtung Fuorcla Surlej unter
die Füsse zu nehmen (Freiwillig: Versteht
sich!) Sozusagen eine Handschuhtour -
noch Fragen ? Nein, es gibt keine Antwort:
Insider wissen Bescheid! Es darf geschmunzelt
werden.
Zur Feier des Tages kocht uns der Hüttenwart
einen besonders währschaften Bündner Znacht. Mmmmhh…wir
alle geniessen
die hausgemachten Pizzocheri. Haben wir aber auch verdient oder? Heute
schlafen wir mit
vollem Magen! Dürfen erst noch 1 Stunde länger liegen bleiben
am Morgen. Ich finde das „Berglerleben“ doch wunderbar!
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Tagwache um 07:00 Uhr- Frühstücken- Wetter ist trocken-
Hüttenwechsel ist angesagt.
Heute heisst es packen und zwar alles. Ouuuh…warum ist der Rucksack
plötzlich wieder
sooo schwer. Um 08:00 Uhr gilt es Abschied nehmen von der Coazhütte.
Abmarsch Richtung
Tschiervahütte. Am Lej da Vadret vorbei, auf welchem etliche Eisschollen
vor sich hin treiben.
Auf einem Weg, welcher von wunderschönen Blumen gesäumt ist .
Jeder wandert ein wenig
in seine Gedanken versunken. Doch plötzlich schreckt uns
Gusti auf. Nein, keine Holzbrücke erwartet uns: Es ist eine
Seilbrücke ! Hallo, hat irgendjemand etwas von Abenteuertour
gesagt? Ohne „Gstältli“ hangelt sich Jürg sofort
als
erster, elegant über den reissenden Bach. Für uns „Oldies“ empfiehlt
Gusti, doch besser den Anseilgurt anzuziehen.
Mit Bandschlinge und Karabiner am Seil gesichert, unter
uns das reissende Wasser, überqueren auch wir den Ova
da Roseg. Ausser Othmar, der steht doch plötzlich mit den
Bergschuhen in der Hand im Wasser. Brrhhhhh…etwas kalt
heute! Er kommt natürlich nicht ohne Spott davon: „ Na,
hast Du den Fisch gefangen ? …usw.“ Ja, ja ein bisschen
Spass muss sein! Einige SACler fragen sich, war das
vielleicht Gustis Test für den morgigen Aufstieg?
Weiter, aufwärts hoch zur Tschiervahütte auf 2584 m.ü.M.,
gut zu erkennen am markanten Anbau aus Holz. Oben
angekommen, wird das Lager bezogen. Endlich können wir
auch mal draussen sitzen und uns die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.
Wunderbar ! Noch schnell den Rucksack packen, denn morgen müssen
wir wieder früher aus den Wolldecken kriechen.
Nachtessen-Tourbesprechung: Gusti will uns wie geplant auf den Piz Morteratsch
führen.
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Tagwache: 05:00 Uhr. Hektik in unserem Zimmer. Einige Zimmernachbarn
stehen auf, gehen
zum Fenster und legen sich gleich wieder hin. Hee - was soll das? Ist etwa
das Wetter
regnerisch? Gusti steht auf: Skeptischer Blick aus dem Fenster. Kein Regen,
aber es scheint
bedeckt zu sein. Nun schälen auch wir uns aus den Wolldecken- Anziehen-
runter zum Frühstück
Oh, wunderbar…Danke Petrus! Du bist uns „Zindelspitzern“ gnädig.
Der Mond scheint
silbern durchs Fenster und der Himmel ist voller Sterne. Die Motivation
steigt nun erheblich.
Schliesslich, wird die heutige Tour unser Wochenhöhepunkt sein. Unter
diesen Wetterbedingungen
macht das Bergsteigen doch doppelt so viel Spass.
Um 05:45 Uhr marschieren wir los, den steilen Weg hinauf, über Stock
und Stein vom Mondschein
begleitet. Vor dem Gletscher Steigeisen anziehen, Anseilen. Die Sonne lacht
uns
mitten ins Gesicht. Wunderbar!
Für Gusti beginnt nun das Schneestampfen, da über Nacht Neuschnee
gefallen ist. Es galt
noch einige steile Stellen zu überwinden. Die Pickel wurden rege gebraucht,
konzentriert
steigen wir immer höher hinauf. Um 0:00 Uhr stehen wir glücklich,
mit strahlenden Gesichtern
vom herrlichen Panorama überwältigt auf dem Piz Morteratsch 3751
m.ü.M. Juchzzz….küssen
und gratulieren. Direkter Blick auf den Biancograt ! Einige Seilschaften
sind dort unterwegs. Minuten
später kommt eine er
Seilschaft auf dem Gipfel an.
Die Welt ist doch manchmal
klein: Es ist ein „Altendörfler“ mit Bergführer.
Nadja spricht
zu Ihm, er wäre doch ein
potentieller Anwärter als SAC
Zindelspitz Vereinsmitglied.
Sie wird Ihm eine Anmeldung
zustellen. Nadja bemüht sich
um neue Mitglieder! Schon
ist es Zeit für den Abstieg-
Gruppe Marsch, der letzte am
Seil nun voraus. Vorsicht ist
geboten, schliesslich wollen
wir nicht ins rutschen kommen.
Bald sind wir auf dem
Gletscher und zügig laufen wir
vorwärts, im steinigen Gelände
angekommen, gibt’s die
verdiente Pause. Noch den
letzten Schluck aus der Flasche und weiter geht es den Weg hinunter zur
Tschiervahütte.
Auch heute können wir auf den urchigen Holzbänken die Sonne geniessen.
Doch bald schon
ziehen Wolken auf! Innen ist es doch gemütlicher! Endlich Zeit zum
Nachtessen. Der Hunger
ist nämlich ziemlich gross! Suppe-Safranreis mit feiner Bratwurst,
Salat und zum Dessert
Karamelköpfli. Berglerherz was willst Du mehr!
Dieser Tag war einfach perfekt und wie soll ich sonst noch sagen: Wunderbar
!
Nach dem feinen Nachtessen, Tourenbesprechung: Da die Wetteraussichten
für Samstag schlechter sind, macht Gusti den Vorschlag schon am Freitag
abzureisen, falls wir früh vom
Gipfel zurückkommen. Kurze Besprechung: Nachdem wir Köbi unser „Zindlianer-Ehrenwort“ geben,
dass es kein „Ufä- und Abäsecklä“ gibt,
sind wir uns einig. Freitagnachmittag steigen
wir ins Roseg Tal ab.
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Tagwach 05:00 Uhr - Wetter bedeckt- Kein Regen- Frühstücken
und Abmarsch um 06:00 Uhr.
Nochmals laufen wir den steilen Weg hinauf, können ohne Steigeisen über
den Gletscher
marschieren. Bald schon kraxeln wir über steiniges Gelände den
Felsen hoch. Gusti führt
uns raschen Schrittes auf den Piz Tschierva 3546 m.ü.M. Juchzzz und
Küsse. Schon wieder
haben wir einen Gipfel erreicht. Doch zu unserem Bedauern: Das Panorama
ist Nebel. Es
ist kühl! Darum absteigen, über Fels und Gletscher hinunter zur
Hütte. Wir essen noch eine
heisse Suppe, packen den Rucksack, verabschieden uns von der Hüttenwartin.
Schon ist
Köbi auf dem Weg hinab ins Roseg Tal. Wir natürlich auch, aber
schön gemütlich hinterher.
Ueberqueren den Ova da Roseg, diesesmal über eine Holzbrücke,
so langweilig und ohne
Spannung finden alle!
Beim Hotel Roseg wartet schon der Kutscher mit Ross und Wagen auf uns,
ist doch gemütlich
so eine Rösslifahrt - Danke Gusti. Kaum zogen die Pferde den Wagen
an, fielen schon
bald die ersten Regentropfen. Doch uns ist’s egal, das Verdeck schützt
uns. Rückfahrt von
Pontresina mit dem Zug. 18:30 Uhr sind wir wieder daheim im Kanton Schwyz.
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| Tourenleiter Gusti, herzlichen Dank für die bestens organisierte
Tourenwoche. Du hast uns
sicher auf die Gipfel hoch und auch wieder hinunter geführt. Jeder
Teilnehmer kam gesund
nach Hause und wird von diesen Gipfelerlebnissen schwärmen und erzählen.
Fast
hätte ich es vergessen:
Ich fand Euch Tourenteilnehmer und überhaupt alles:
Wunderbar!
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Alpenfreunde, seht Euch an die schöne
Bergwelt, die Natur,
die Ihr nicht kaufen könnt für Geld.
Wir wandern hoch durch Schweizer Täler, immer wieder, bald aufs neu,
Alpenfreunde bleibt Euch treu. |
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| Ä freudigä Juchzzz.
Sonja Market |
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