Skitourenwoche der SeniorInnen in Bivio
vom
12.-18. Februar 2006 |
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| Teilnehmer:
Aebischer Erna, Ast Sepp, Berg Josso, Eichenberger Alice, Eichenberger Peter, Glaus Alex,
Hüppin Dölf, Kälin Rita, Kistler Ludwig, Kunz Wilf, Lehmann Werner (Spiez),
Rüegg Roberto, Seitz Hugo, Strässle Berta und Strässle Toni
Leiter:
Lehmann Kurt und Schätti Sepp |
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| Durchgeführte Touren im Überblick |
- Sonntag, 12. Feb.: Anreise / Falotta, Punkt
2502m
- Montag, 13. Feb.: Piz Scalotta 2992m
- Dienstag, 14. Feb.: Roccabella 2727m
- Mittwoch, 15. Feb.: bis 2450m Höhe
- Donnerstag, 16. Feb.: Piz dal Sasc 2720m
- Freitag, 17. Feb.: Kanonensattel
- Samstag, 18. Feb.: Rückreise
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Um 7.00 Uhr treffen sich die TourenteilnehmerInnen beim Bahnhof in
Lachen. Tourenleiter Kurt Lehman stellt fest, die „Besatzung“ ist
komplett. Bei ausgezeichnetem Wetter fahren 4 PW, voll beladen mit Skitourenmaterial
und persönlicher Ausrüstung über Chur nach Tiefencastel.
Im Hotel Julier stärken wir uns mit einem Kaffee und Gipfeli. Kurt
und Sepp studieren die Skitourenkarte Nr. 268 S, Julierpass und geben
bekannt, dass das heutige Tagesziel der Punkt 2502 m im Gebiet Falotta
ist. Ab Sur 1610 m, fellen wir bei stahlklarem Himmel und herrlichem
Sonnenschein über die Bergstrasse zur Alp Flix. Im Sommer ist diese
Gegend ein Naturjuwel, im 16. Jahrhundert ist hier eine der grössten
Alpen im Bündnerland entstanden. Gerodet wurde der Wald damals von
Walsern. Nach einem kurzen Marschhalt „packen“ wir noch die
restlichen Höhenmeter und erreichen gegen 12.30 Uhr unser Ziel.
Wir werden mit einer herrlichen Rundsicht auf den Piz Platta, Piz Scalotta,
Piz Turba, die Bernina Gruppe usw. belohnt. Bei genügend Schnee
und guten Verhältnissen geniessen wir die Abfahrt über herrliche
Schneehänge nach Sur.
Gegen 16.00 Uhr beziehen wir die Zimmer im Hotel Solaria in Bivio.
Der erste Eindruck ist sehr gut und das feine Nachtessen bestätigt
unsere Wahrnehmung auch.
Alex Glaus |
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Auf Grund des ausgezeichneten Wetterberichtes entschliessen sich
die verantwortlichen Leiter, diese anspruchsvolle Tour gleich zu Wochenbeginn
durchzuführen. Punkt 8.00 Uhr steigen alle 17 Teilnehmer gleich
ab der Hoteltüre bei prächtigem Winterwetter auf. Dem Sommerweg
entlang nach Radons (1860m) und über die SE- Hänge auf den
flachen Rücken. Wir steigen in drei Gruppen mit kleinen Abständen
auf und erreichen nach knapp 4 Stunden die Mulde unterhalb des Gipfelmassivs.
Ueber den nun steiler werdenden Gipfelhang erreichen wir den etwas niederen
Nebengipfel des Piz Scalotta. Eine ausgiebige Gipfelrast wird belohnt
mit einer prächtigen Fernsicht und mit beeindruckenden Blicken auf
die Gruppe des Piz Platta.
Wir fahren ab in das breite Val Gronda und machen uns mit den Tücken
der sehr wechselhaften Schneebedingungen vertraut. Einige sehenswerte
Sturzflüge erheitern die Gemüter. Nach ca. 1200 Höhenmetern
Abfahrt erreichen wir den Weiler Stalveder an der Hauptstrasse etwas
unterhalb Bivio.
Ich möchte mich ganz herzlich bei den Tourenleitern Kurt Lehmann
und Sepp Schätti für die ausgezeichnete Führung und die
herrlichen Touren bedanken.
Peter Eichenberger |
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Start beim Hotel Solaria um 08.30 Uhr bei wolkenlosem Himmel. Zuerst
mit geschulterten Skis durch das Dorf und dann auf den Skiern mit wenig
Steigung ins Val Tgavretga. Wir gehen am Fusse der Roccabella vorbei
und endlich wird das Gelände steiler, was bei diesen ausgezeichneten
Pulverschneeverhältnissen herrlichsten Abfahrtsgenuss vorausahnen
lässt. Auf ca. 2300m, bereits an der wärmenden Sonne, machen
wir eine Teepause und blicken Richtung Gipfel auf die ’’einladenden“ Hänge.
Zirka um 11.45 Uhr erreichen wir den Gipfel, verpflegen uns und geniessen
die grossartige Aussicht. Bald führen uns Kurt und Sepp auf der
Abfahrt in die ersten Hänge wo schon viele Spuren vorhanden sind.
Also mehr nach links halten, wo wunderschöne unberührte Hänge
auf uns warten. Wir können es kaum fassen, der Schnee wird immer
pulvriger und wir ziehen unser Spuren, leicht und beschwingt wie ein
Tanz auf Skiern. Beim zurückschauen staunen wir selber über
unsere schönen Spuren. Nach diesem prächtigen Tag, wo wirklich
alles stimmte, löschen wir zum Abschluss in fröhlicher Runde
den Durst auf der Sonnenterasse des Hotels.
Werner Lehmann |
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Nach dem feinen Morgenbuffet beabsichtigen wir, um 8,30 Uhr
mit den Skiliftanlagen auf einfache Weise in die Höhe zu kommen.
Es wird uns aber abgeraten, denn nach den oben herrschenden dunklen Wolken
und orkanartigen Winden mit Schneetreiben, ist es nicht ratsam dort eine
Skitour zu beginnen. Also zurück und direkt vom Hotel auf der gleiche
Route hoch wie am Montag, zeitweise bei Nebel und Wind. Fast bis zur
Unkenntlichkeit im Gesicht vermummt gewinnen wir langsam an Höhe.
Als trotz aller sehnsüchtigen Erwartungen sich keine Wetterbesserung
einstellt, nimmt ca. 1/3 der Gruppe die Ermunterung der Leiter
zur Umkehr wahr. Vorsichtige Abfahrt entlang der Aufstiegsspur. Der harte
Kern kämpft sich noch ca. 1 Std. weiter hoch bis ca. 2450m. Dann
haben alle die Nase voll (auch mit Schnee). Felle weg und raschmöglichst
weg von hier. Als wir schliesslich alle wohlbehalten in Bivio eintreffen
läuten gerade die Glocken. Aber nicht wegen uns, sondern es
ist gerade 12 Uhr.
Josso
Berg |
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Weiterhin stürmisches Wetter, was 5 Teilnehmer für einen
Ruhetag nutzen wollen. So sind es noch 11 Wetterfeste die ab 9 Uhr losgehen,
Richtung Septimerpass. Motto: Mal sehen was der Tag bringt und wie weit
wir kommen. Bei diffusem Licht und stürmischem Wind, der die Schneekristalle
ins Gesicht schlägt, gehen wir das lange Tgavretgatal hinein. Beim
hintersten Stall, etwas windgeschützt versuchen wir uns zu verpflegen.
Während wir weiter ansteigen, verdichtet sich bei abnehmendem Wind
die Wolkendecke. Aber als bei Pt. 2455 die Bergeller Luft die Wolkendecke
aufzureissen beginnt, steigen wir hinter Sepp Schätti zum Lunghinpass
auf. Von diesem geographisch interessanten Punk fliesst das Wasser in
drei Meere. Über den Inn ins Schwarze Meer, über die Maira
in die Adria und über die Gelgia und den Rhein in die Nordsee. Noch
ein kurzer steiler Aufstieg und auf dem Piz dal Sasc 2720m können
wir bei Sonnenschein unseren Lunch verzehren. Die Talfahrt, mehrheitlich
bei Sonnenschein aber sehr wechselnden Schneeverhältnissen entschädigte
doch für die Mühen des langen Aufstieges mit der grossen Distanz.
Dieser Tag zählt für mich, bedingt durch das ständig wechselnde
Licht und die unterschiedliche Sicht auf die Berge zur eindrücklichsten
Tour dieser Woche.
Dölf Hüppin |
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Gerne hätten wir heute den Piz Turba, 3012 m, bestiegen, aber
die erhebliche Lawinengefahr lässt diesen Wunsch nicht in Erfüllung
gehen. Als Alternative geht’s nun zum Kanonensattel oberhalb der
Alp Flix. Bei mässigem Tempo marschieren wir ab 09.30 Uhr kurz der
kristallklaren Julia entlang, weiter gehts durch einen wunderbaren Fichtenwald
zur Alp Natons. Wir traversieren einen Steilhang und gelangen auf einer
gut angelegten Spur zum sogenannten Kanonensattel, ca. 2350 m. Die Rundsicht
ist mässig, immerhin sehen wir unter uns den fast leeren Marmorerasee
und gegenüber einige Berge westlich von Bivio. Die Abfahrt zum Gasthaus
Piz Platta auf der Alp Flix ist nicht überwältigend, aber die
meisten freuen sich schon auf die Einkehr in die schöne Gaststube.
Ueber die Bergstrasse fahren wir nach Sur und mit dem Postauto zurück
nach Bivio.
Wir sind heute den letzten Abend im Hotel. Kurt Lehmann hält kurz
Rückschau auf die vergangenen Woche, wir durften eine Tourenwoche
mit einer beachtlichen „Ausbeute“erleben, total haben wir
bei guten Wetter- und Schneeverhältnissen ca. 6000 Höhenmeter
erklommen. Die Kameradschaft war ausgezeichnet und glücklich sind
wir alle, dass die Woche unfallfrei verlaufen ist.
Ein spezielles Dankeschön gehört Kurt Lehmann für die
Organisation dieser Tourenwoche. Wir alle schätzen es sehr, dass
wir bei den Senioren so kompetente und hilfsbereite Tourenführer
wie Kurt Lehman und Sepp Schätti haben.
Alex Glaus |
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| Das Wetter hat sich gegen das Ende der Woche verschlechtert. Bereits
am Freitagabend haben wir beschlossen, dass wir nach dem Frühstück
nach Hause reisen. Nun ist es soweit, um 9.00 Uhr verabschieden wir uns
in Bivio und hoffen, dass unser Führungsduo Kurt und Sepp sich bereits
Gedanken über die Skitourenwoche im Jahr 2007 machen.
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