| Seniorentourenwoche in Arosa |
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| 23. August – 29. August 2009 |
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Teilnehmer: Achermann
Hedi, Arnold Vreni und Werni, Bachmann Silvia, Breitegger
Walter, Fässler Annemarie, Gubser Edi, Hafner Hannelore, Heuberger
Agnes, Hiestand Engelbert, Kägi Max, Krieg Helen, Meier
Trudi und Dominik, Meitner Herbert, Reichmuth Annemarie,
Schuler Tamara, Seitz Hugo, Tiefenauer Martha und Ernst
Tourenleiter:
Theo Dietziker und Sepp Schätti |
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| Ein ansehnliches Grüppchen der 22 Teilnehmer entschloss sich, die Reise
nach Arosa mit dem Zug zu unternehmen. Und sie wurden nicht enttäuscht.
Ein strahlend schöner Tag war unserer Anreise beschieden. Vollbepackt mit
Rucksack und Koffern stiegen wir in Chur um aufs Arosa – Bähnli. Für
einige war es die erste Bahnfahrt in dieses Bündner Tal. So beobachteten
wir gespannt die Umgebung mit den vielen Wäldern und Schluchten, während
das Bähnchen gemütlich die 1200 Höhenmeter hinter sich brachte.
Punkt 16.00 Uhr standen alle vor dem Hotel Altein bereit, um andächtig
der Begrüssungsrede unseres Chefs zu lauschen. Denn unterdessen waren auch
alle Autofahrer in Arosa eingetroffen. Als wir unsere Zimmer bezogen und die
erste Erkundigungsrunde hinter uns gebracht hatten, trafen wir uns im Speisesaal „Latina“ zum
ersten Nachtessen. An diesem Abend organisierte das Hotel in der Bar einen Begrüssungsapero.
Auch das Panoramarestaurant mit dem wundervollen Ausblick auf Arosa und die
umgebende Bergwelt wurde natürlich eingeweiht. |
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| Nun wurde unsere Tourenwoche erst richtig lanciert. Da
die meisten den Ansprüchen der Wochentouren genügten,
wanderten wir alle, angeführt von Theo, in der gleichen
Gruppe. Den Schluss machte Sepp, der dafür besorgt war,
dass niemand verloren ging. Wer nicht wollte (oder nicht mehr
konnte), nahm sich eine Auszeit und spazierte auf eigene Faust
in der Gegend herum. Auf ging's also zur ersten Aroser Tour.
Vom Hotel aus, wo alle mehr oder weniger gut und lang geschlafen
hatten, ging's Richtung Langwieser Aussicht. Hier genossen
wir den Blick ins Schanfigg mit dem prägnanten Viadukt über
den Fluss Plessur. Nächstes Ziel: Rot Tritt, wo einige
der unzähligen Bänkli rund um Arosa zum Verweilen
einluden. Unser Mittagsziel Ochsenalp schien im ersten Moment
völlig fehl am Platz. Ein kleines Hüttlein beim Wegweiser
liess uns schon daran zweifeln, unsere hungrigen Mägen
füllen zu können. Aber schliesslich fanden wir die
richtige Alp, ein bisschen versteckt, doch noch. Grosses Aufatmen!
Nach der Mittagsrast gelangten wir über die Scheidegg
und den Hauptikopf zur Mittelstation der Weisshornbahn. Die
Zeit reichte noch gut für eine Fahrt auf den Gipfel. Was
für ein Panorama! Rundum reihte sich eine Bergkette an
die andere und manche Bergspitze wurde staunend erkannt. Während
der Abfahrt schienen sich die Murmeltiere speziell für
uns aufgereiht zu haben. |
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| Heute mussten wir schon um 8.30 Uhr abmarschbereit sein. Zuerst ging's 100 Höhenmeter
abwärts, bevor wir den Aufstieg unter die Füsse nehmen konnten. Endlich
wussten wir, woher unser 300 Betten fassendes Hotel seinen Namen hat. Entlang
des Flüsschens Altein, vorbei an den Altein – Wasserfällen und dem
Seelein gelangten wir schliesslich auf die Schiesshorn – Furgga. Während
unseres Mittagshalts erschienen zuerst die zwei Hunde und dann der Alphirt,
der seine Rinder besuchte. Während die Hunde die Streicheleinheiten und
die Zwischenverpflegung genossen, stellte sich heraus, dass der Hirt aus Lachen
stammt. Er erkannte sogar seinen früheren Berufsschullehrer Max Kägi.
Die 150 Höhenmeter bis zur Bergspitze wagte niemand mehr zu erklimmen,
da so noch mehr Abstiegshöhenmeter zusammenkommen würden. Das war
ein guter Entscheid, denn der Abstieg entpuppte sich als wahrer Kniekiller.
Der Schotterweg raubte uns die letzten Kräfte, und so nahmen nur noch fünf
Unentwegte den Umweg über die Alphütte in Kauf. Für die Touristen
fand um 21.50 Uhr das Wasserspiel auf dem Obersee statt. Über 1000 Düsen
sprühen dabei eine Million Liter Wasser in die Höhe und werden, begleitet
von der passenden Musik, fantasievoll beleuchtet. |
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| Nach dem Mammutprogramm von gestern und den etwas schlechteren Wetterprognosen
liess uns unser Chef heute eine Stunde länger schlafen. Während des
Morgenessens guckten die ersten Sonnenstrahlen hinter den nebelverhangenen Bergen
hervor und liessen uns Hoffnung schöpfen für die Wanderung. Frohgemut
machten wir uns (zuerst mit dem Bus) auf den Weg Richtung Hörnli. Unterwegs
sahen wir eine eingezäunte Gruppe von Arven, die auf über 2000 Metern
Höhe wachsen konnten. Eigentlich hätten wir mit dem Schwellisee und
dem idyllisch gelegenen Älplisee unseren Wasserbedarf gedeckt. Aber Petrus
wollte schauen, ob alle Zindlianer auch ein bisschen regenfest sind. Und so
kämpften wir uns durch Regen und Wind bis zur Hörnlihütte, auch
wenn Hannelore langsam an Theos Leiterfähigkeiten zu zweifeln begann. Doch
die gute Laune liessen wir uns nicht verderben. In der Hörnlihütte
genossen wir die Riesenportionen. Nur Edi nahm den Abstieg unter die Füsse,
alle andern schwebten mit der Gondel zu Tal. Schliesslich wollten wir die Arosa – Card
ja auch ein bisschen brauchen. Sie erlaubte uns, gratis alle Bahnen zu benutzen
und noch weitere Attraktionen mitzumachen. |
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| Nach dem gestrigen Regen war die Natur frisch gewaschen. Ein strahlend blauer
Himmel begleitete uns auf dem Aufstieg nach Medergen. Das Restaurant überzeugte
uns mit dem flinken Kellner – Skilehrer. Ein Besuch des WCs lohnte sich schon
wegen des pfeifenden und jodelnden Murmelis. Nach einem kurzen Aufstieg wanderten
wir dann Richtung Tal. Nur selten gelang es uns, ein paar Heidelbeeren zu erhaschen.
Die Holzhäuser des hübschen Dörfchens Sappün hatten sich
mit wundervollen Blumen herausgeputzt. Diesem Blumenmeer aus Geranien begegneten
wir immer wieder. Diese Pracht kann man nur auf dieser Meereshöhe antreffen.
Mit weichen Knien (auf jeden Fall bei mir) erreichten wir schliesslich den Bahnhof
Langwies, wo wir gelangweilt auf das Arosa - Bähnchen warteten. Der hintere
schlauere Teil der Schlange hatte sich frühzeitig im Dorf abgesetzt und
verbrachte bei Kaffee und Kuchen die Wartezeit. Wie man sich ohne Billett von
Langwies nach Arosa schmuggelt, demonstrierten Hedi und Theo. Am Abend konnten
alle bei gemütlicher Ländlermusik das Tanzbein schwingen. Laut Kennerurteil
haben sich dabei Edi, Theo und Sepp die besten Noten verdient. |
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| Für den letzten Tag hat sich unser Tourenleiter für die Königsetappe
entschieden. Die SAC – Hütte Ramoz stand auf dem Programm. Im Schatten
konnte der zweistündige Aufstieg absolviert werden. Viele steinige Passagen
wechselten sich mit Tannen und blumenbedeckten Wiesen ab. Die Hütte selber,
zwar unbewartet aber in tipptoppem Zustand, lud zum Verweilen ein. Dann entschlossen
sich 10 Teilnehmer mit Theo den heiklen Übergang über den Erzhorn – Sattel
zu wagen. Über Steine und Geröll führte der Weg auf 2744 Meter
und dann steil hinunter zum Älplisee, in dem sich die Umgebung spiegelte.
Diese Gruppe war etwa sechs Stunden unterwegs. Sepp führte die anderen
wieder auf dem gleichen Weg zurück. Schliesslich trafen alle wohlbehalten
wieder im Hotel ein. Auch Werni und Max, die sich am Morgen beim ...38 er Bus
verpasst hatten, erschienen zum Nachtessen. Es wäre ja auch jammerschade,
ein solches Essen zu verpassen. Jeden Abend verwöhnte uns die Hotelcrew
mit einem schmackhaften Viergang - Menu. |
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| Das Hotel hatte unsere Erwartungen wirklich voll erfüllt. Ein Bijou war
die feudale Bäderlandschaft, wo wir unsere müden Glieder nach den
Wanderungen wieder entspannen konnten. Einige genossen sogar am letzten Morgen
nochmals ein Solebad. Nach dem Frühstück hiess es Koffer packen und
Abschied nehmen! Eigentlich wäre unsere Kondition unterdessen so angewachsen,
dass wir gut und gerne noch eine Woche anhängen könnten. Unser Computerfreak
Max lieferte mir dazu noch folgende Daten: Wer alle Wanderungen mitgemacht hatte,
legte 65.5 km zurück bei 4443 Höhenmetern aufwärts und 3790 abwärts.
Gratulation! Im Namen aller Teilnehmer möchte ich euch, Theo und Sepp für
die Organisation dieser Tourenwoche herzlich danken. Ihr versteht es immer wieder,
uns Senioren mit tollen, abwechslungsreichen Touren zu verwöhnen. Und so
hoffe ich, dass unser Dreamteam für die nächsten 10 Jahre auch noch
bereit ist, die Senioren – Tourenwoche zu organisieren.
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| Agnes Heuberger |
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