Kletterwoche Aostatal
vom
31. Juli - 7. August 2010 |
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Walter Diethelm, Marco Genewein, Astrid Herzig, Beatrix
und Kurt Schmid, Hubert Stählin, Marianne Tanner, Ruedi Zimmermann
Leiter:
Trudy Kälin und Marcel Hüppin |
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Anreise via Bern - Montreux - Martigny - Grand St-Bernard
- Aosta nach Arnand.
Am frühen Nachmittag erreichen wir unsere Pension "La
Kia" in Arnand ( www.lakia.it ).
Im gemütlich eingerichteten Haus beziehen wir unser Zimmer
und packen unsere Klettersachen um im nahegelegenen Klettergarten
noch ein paar Seillängen zu klettern. Die Zeit vor dem
Nachtessen reicht gerade noch, um unseren Durst in der Gartenbeiz
zu stillen. |
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Einige Stunden nachdem wir das erstemal vom Hahn geweckt
wurden sitzen wir gemütlich beim Frühstück und
stärken uns für unsere bevorstehende Klettertour.
Die Route "Lo Dzerby" mit 9 Seillängen steht
auf unserem Kletterprogramm, während Bea sich auf eine
Kulturtour zum " Forte di Bard", einer mächtigen,
geschichtsträchtigen Burg begibt ( www.fortedibard.it )
. Nach einem kurzen Zustieg stehen wir vor dem Fels und die
gewieften unter uns schauen noch schnell im Topo, wo sich die
schwierigen Passagen befinden und schon be ginnen die Diskussionen,
wer die erste Seillänge klettern darf (muss). Um 14 Uhr
haben wir die Route geschafft und uns den Mittagslunch verdient.
Um wieder an unseren Ausgangspunkt zu gelangen seilen wir ab,
verstauen unsere Sachen im Auto und begeben uns zum Apéro.
Da die gemütliche Runde etwas länger dauert bleiben
wir zum Nachtessen sitzen und lassen den Abend gemütlich
ausklingen. |
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Erneut lacht uns die Sonne schon am frühen Morgen entgegen. Heute wagen
wir uns an "Dr. Jimmy" eine Route mit 10 Seillängen. Um uns den
Abstieg zu erleichtern fahren wir nach Donnas und dann durch die Rebberge hoch
nach Albard de Bard und stellen dort unsere Autos ab. Von hier gelangen wir
in ca. 20 Minuten zu Fuss hinunter zu den Kletterrouten. In den verschieden
schwierigen Seillängen können wir unsere Kletterkünste ausleben
und die Aussicht ins Tal und auf Forte di Bard in vollen Zügen geniessen.
Gerade rechtzeitig mit den ersten Regentropfen erreichen wir den Gipfel und
machen uns unverzüglich auf den Abstieg zum Parkplatz. Zum Glück regnet
es nur ein paar Tropfen, so dass die verspätete Mittagspause auf dem Parkplatz
doch noch nachgeholt werden konnte. |
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Heute fahren wir ins benachbarte Dorf Arnad-Bard zum Kletterfels "Il Paretone" ( www.larmanac.it )
und klettern die "Bucce d'arancia". Bereits in der ersten Seillänge
sind bei allen Teilnehmern die Fortschritte im Klettern sichtbar, so dass wir
zügig vorankommen. Nach der Hälfte der Route wartet nochmals eine
Herausforderung auf uns und nicht nur die Sonne treibt den Schweiss auf die
Stirn. Nach 10 Seillängen stehen wir oben auf dem "Gipfel" (knapp
600 Meter über Meereshöhe) und machen noch ein paar Erinnerungsfotos,
bevor wir den Abstieg ins Tal unter die Füsse nehmen. |
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Nach dem gestrigen Hitzetag fahren wir ins Valle di Champorcher nach Courtil.
Ein zweistündiger Fussmarsch führt uns auf Umwegen hinauf nach Plan-Fiou
zu den Kletterfelsen. Die Plattenkletterei löst nicht bei allen Begeisterung
aus. Wir teilen uns auf die verschiedenen Routen auf, damit jeder in seiner
Schwierigkeit experimentieren kann. Während diejenigen in der schwierigsten
Route am besten vorwärts kommen, geht's bei uns gerade mal so, bis ich
nach meinem 3. Versuch abbrechen muss. Nirgends mehr ein Fingerloch zum Halten
oder eine Leiste zum drauftreten. Einmal mehr erfahre ich, dass die Reibungskletterei
noch nicht meine Stärke ist. Beruhigend zu wissen, dass unsere Cracks auch
ihre Mühe bekunden und die Bewertung der Route einiges zu Diskutieren gibt. |
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In der Nacht hatte es geregnet und der Himmel ist am Morgen noch bewölkt.
Wir fahren wieder hinauf nach Albard de Bard und steigen von dort hinunter zur
Route "Via le dita dal Naso". In den ersten Seillängen können
wir uns noch einklettern, bevor uns am Ende die Schlüsselstelle erwartet.
Schon wieder eine Platte, die in einer kurzen Passage fast senkrecht aufsteigt!!!
Nochmals ist Konzentration gefordert. Zum Glück ist diese Stelle super
abgesichert, so dass sie auch im Vorstieg ohne aufgestelltes Nackenhaar zu klettern
ist. Da ausser Trudy niemand den Zangengriff beherrscht, müssen wir uns
ausnahmsweise an den Haken festhalten. Mit mehr oder weniger eleganten Kletterzügen
schaffen wir auch diese Klippe.
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Am "Il Paretone" wollen wir die "Diretta al banano" klettern.
Da es drüben in Chamonix schlechtes Wetter ist, sind heute viele Alpinisten
ins Aostatal herübergekommen und es herrscht etwas mehr Andrang am Fels
als wir es uns die ganze Woche gewohnt waren. Nachdem wir unseren ersten 2 Seilschaften
längere Zeit zugeschaut hatten, wie sie sich am Fels abmühten, beschlossen
wir anderen, nochmals die "Bucce d'arancia" zu klettern. Diese schafften
wir doch einiges besser als am Dienstag. Oben angelangt treffen wir wieder auf
unsere Kameraden von der "Diretta al banano". Etwas müde und
doch stolz blicken wir auf eine super Kletterwoche zurück. Wir ziehen die
Kletterfinken endgültig aus und machen uns auf den Abstieg zum Parkplatz. |
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Nach dem Morgenessen packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf die
Heimreise. Eine tolle, unfallfreie Kletterwoche geht zu Ende. Sportlich und
kameradschaftlich war es toll, diese gemeinsame Woche zu erleben. Unser herzlicher
Dank geht an die Tourenleiter Trudy und Marcel. Mit viel Engagement habt ihr
uns eine super Woche in einer gastfreundlichen Region mit einer gemütlichen
Unterkunft und abwechslungsreichen Klettereien organisiert. |
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| Ruedi Zimmermann |
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